Die international erfolgreichen Chansonniers der 1950er-Jahre interpretierten Lieder, die bis heute unvergessen sind – etwa „La Vie en Rose“ von Édith Piaf.
Heute, lange nach der Disco-Ära und den Partynächten der 1990er-Jahre, nach einer Phase zunehmender Selbstisolation, die durch die Pandemie und einige Jahre „Vie mo-rose“ noch verstärkt wurde, erleben wir eine wahre Renaissance des französischen Chansons im klassischen Sinne – mit Künstlerinnen und Künstlern wie Stromae, Barbara Pravi, Emma Peters, Zaho de Sagazan oder Juliette Armanet.
Das Wort Emotion ist in aller Munde. Es sind die Gefühle, die wir ausdrücken müssen, um lebendig zu sein und weiterzugehen: Wut, Angst, Traurigkeit, Freude.
Diese jungen Künstler singen sie meisterhaft und schaffen es, das Publikum zu begeistern, auch wenn kein Wort des Textes verstanden wird.
Birgit spricht kein Französisch, Catherine spielt kein Akkordeon. Eine gute Grundlage für eine Zusammenarbeit der anderen Art.
Am Anfang steht oft die Liebe zu einem Lied, einem Text, einer Melodie.
Wir lassen unserer Fantasie freien Lauf und entwickeln intuitiv unsere eigenen Klangwelten.
Die Arbeit beginnt damit, dass man sich respektvoll und wertschätzend auf den anderen einstellt – auf seine Virtuosität und auf das, was sein Instrument, ob Akkordeon oder Stimme, leisten kann – und was nicht. Sie erfordert sowohl Demut als auch Mut: jene Haltung, die notwendig ist, um einen großen Erfolg ebenso überzeugend zu interpretieren wie das Werk eines weniger bekannten jungen Künstlers.
Sobald die Idee Gestalt angenommen hat und Struktur, Tonumfang sowie die gewünschte Stimmung – sei es heiter, melancholisch oder nachdenklich – festgelegt sind, entfaltet sich die Kreativität, um unsere Melodien entstehen zu lassen.
Für unser Programm 2026 " Chansons en Liberté", bleiben wir unserem Musikstil treu, und erweitern ihn mit neue Balladen, Melodien, Rhythmen und Sprachen, die das Repertoire bereichern und ihm neue Facetten verleihen.